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Beweg dich! oder wie ich den Schweinehund überwinde

Foto von einem SchweinehundZoom-Icon
Der stärkste Gegner beim Sport ist der innere Schweinehund, der immer wieder gute Gründe gegen die körperliche Aktivität findet.

Fitness beschreibt den Zustand körperlichen- und geistigen Wohlbefindens, der uns im Alltag leistungsfähig und belastbar macht. Bewegung im Allgemeinen und Sport im Besonderen sind Wege, die Fitness positiv zu beeinflussen. Sich zu bewegen heißt aber, dass man die Trägheit der Masse überwinden muss, was nicht jedem gleichermaßen leichtfällt. Wer dem Körper Arbeit aufbürden will, muss dafür zunächst einen starken Antrieb finden, was wiederum bedeutet: nur, wer dem Gehirn eine Belohnung für die Mühen in Aussicht stellt, schafft es auch, sich aufzuraffen.

Wie motiviere ich mich zum Sport?

Im Beruf motiviert der Gelderwerb, in Bewegung zu bleiben. In der Freizeit bedarf es aber einer stärkeren Motivation, Körper und Geist freiwillig auf Trab zu halten, um so mehr, je weniger das eigene Naturell körperlichen Aktivitäten zugetan ist. Vermutlich trägt die genetische Veranlagung mit dazu bei, ob wir uns gern oder weniger gern bewegen. Während der eine mangels körperlicher Aktivität geradezu Entzugserscheinungen bekommt, fällt es dem anderen schwer, sich auch nur zu einem Spaziergang aufzuraffen. Gerade für diese Gruppe kann nur der Spaß ein nachhaltiger Antrieb sein, den Körper ohne zwingende Notwendigkeit zu bemühen. Damit die Freude an der Bewegung dauerhaft erhalten bleibt, sollte der Sport von der Wahl der Sportart über das sportliche Umfeld bis hin zur Zuteilung der Zeit durchweg positiv belegt sein, so dass der innere Schweinehund keinen plausiblen Grund findet, sich durchzusetzen.

Kampf dem Schweinehund

Der innere Schweinehund, der sich häufig von hinten anschleicht und sich dann zentnerschwer auf die Schultern setzt, lässt sich erfolgreich mit positiven Gefühlen, die die nächste Trainingseinheit verspricht, niederringen. Das kann eine sympathische Trainingsgruppe sein, eine gut ausgestattete Sporteinrichtung, fachlich und darüber hinaus menschlich kompetente Übungsleiter oder das Erreichen von nicht zu hoch gesteckten Zielen wie eine moderate Gewichtsabnahme, die Kräftigung des Herzen oder um Rückenbeschwerden zu kurieren. Gerade diejenigen, die beim Sport abspecken möchten, können jede Unterstützung gebrauchen. Ein Kilo Fett enthält rund 9000 Kalorien. Um die loszuwerden, muss eine normalgewichtige Frau von 70 Kilo knapp 12 Stunden joggen, was man in netter Gesellschaft Gleichgesinnter eher durchhält, als mutterseelenallein auf der Piste. Dominiert am Ende der Spaß die Mühen des Trainings, sind Durchhänger kein Thema mehr und der Schweinehund hat keine Chance.

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